8. Mai Im Zeichen des Ukraine-Krieges

Der diesjährige Gedenktag stand im Zeichen des Ukraine-Konfliktes. Zwei Völker, die beide unglaubliche Opfer brachten um Deutschland zu befreien, befinden sich im Krieg. Bei vielen Besuchern des sowjetischen Ehrenfriedhof am Bassinplatz herrscht immer noch Fassungslosigkeit. Gleichzeitig werden die Auseinandersetzungen über die deutsche Außenpolitik deutlich sichtbar und intensiv diskutiert.

Auf der Gedenkveranstaltung in Potsdam sprach der Oberbürgermeister Mike Schubert. Seine Rede schaffte den Spagat zwischen Würdigung der Vergangenheit und Ansprache der aktuellen innerdeutschen Diskussionen – ohne einseitig Partei zu ergreifen. Er verlieh diesem Gedenken einen würdigen Rahmen. Das Schubert dabei auch Plattitüden nutzte, war wohl nicht zu vermeiden.

Was heißt es – Wir müssen alles für den Frieden tun?
Wer ist eigentlich „Wir“?
Was bedeutet „alles“?
Ist es denn überhaupt „unser Krieg“?
Was ist die Konsequenz für die ukrainische Bevölkerung aus der Losung:
„Freiheit ist das höchste Gut“?
Besteht die Welt wirklich nur aus freien Staaten und Diktaturen?
Zu welcher Kategorie zählt denn die Ukraine?

Die Rede endete mit einer Schweigeminute für die Opfer des aktuellen Krieges. Dem schlossen sich Blumenniederlegungen und stilles Gedenken an.

Das Lied „Nein meine Söhne geb´ ich nicht“ entstand 1986. Die hier verlinkte Version ist ein Remake von 2020. Reinhard Mey und viele weitere Musiker unterstützten damit die Organisation Friedensdorf International. Diese betreut Kinder aus Kriegs- und Katastrophengebieten. Zentrale Forderung des Liedes ist die Verweigerung des Wehr- und vor allem des Kriegsdienstes. Ein Recht, das die ukrainische Regierung ihrer eigenen männlichen Bevölkerung abspricht. Eigentlich ein Kriegsverbrechen – aber Männern schlägt in dieser Frage auch bei der „feministischen Außenpolitik“ wenig Emphathie entgegen.

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