Unglückshäher – Glücksbringer der Finnen

Der Unglückshäher „Perisoreus infaustus“ ist ein Rabenvogel, der in Skandinavien, wie hier in Finnland und Teilen von Russland, zu Hause ist. Dort bewohnt er oft alte, dichte und von Flechten behangene Wälder.

Da die Winter in Nordeuropa etwas strenger sind, länger dauern und der Unglückshäher ein krähenverwandter Standvogel ist, muß er für den Winter gut vorsorgen. Wie hier in Kuusamo tut er das, indem er zwischen den Rinden der alten Bäume seine Vorräte anlegt. Diese bestehen insbesondere aus Insekten, Samen und Beeren, denn der Unglückshäher ist ein Allesfresser.

Hier oben brütet er besonders gern in alten Baumbeständen. Die Unglückshäher sind monogam und bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen. Er ist ein Krähenverwandter, wie z.B. auch die Dohle. Das Brüten obliegt dem (Weibchen). Die Familie bleibt dann, bis die Jungen flügge sind, zusammen und werden von den Altvögeln betreut. Die Jungvögel leben dann noch fast ein Jahr zusammen im gleichem Revier.

Allem Unken zum Trotz wegen seines Namens, ist der Unglückshäher keiner, der unheilvolle Botschaften bringt, eher ist er in Finnland ein Glücksvogel. Auch wenn ich viele Vögel vor der Kamera hatte, mag ich diesen Vogel doch besonders gut.

Zu Entdeckung meiner Vogelaufnahmen

Wir sind nun schon ganz schön oft in Skandinavien gewesen. Eine Vogelbeobachtung mit einem Unglückshäher habe ich bis dahin nur ein mal gehabt, und das war im August 2017. Diese Vogelaufnahme war dann aber nicht scharf geworden.

Jetzt im September 2025 hat es nun endlich geklappt und wir hatten auch noch Glück bei den Vogelbeobachtungen. Wir waren auf einer für uns sehr schweren Wanderung nordöstlich von Ruka in Finnland, als plötzlich mehrere Unglückshäher um uns herumkreisten.

Technische Daten: Canon EOS 90D; Blendenzahl: ƒ 6,5; Belichtungszeit: 1/100 s; ISO-400; Brennweite: 235mm; Stativ; Bearbeitung: Lightroom Classic, Grundeinstellung, Entrauschen.

Das Originalbild sowie weitere anregende Tier- und Landschaftsaufnahmen von Wolfgang Wormuth finden sich unter auf der Homepage des Fotografen.

Bild (inkl. Startbild): © Wolfgang Wormuth

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