Gedicht – 5.000 Tote …

Das Kapital braucht wieder mal Krieg,
denn die zivile Produktion
wirft einfach nicht mehr genügend ab –
Panzer, Raketen und Drohnen schon.

Denn diese werden im Kriegsfall benötigt,
werden auch viel schneller nachgefragt
als Möbel, Waschmaschinen und Autos,
da ist grad Nachhaltigkeit angesagt…

So planen Nato-Strategen schon fleißig
den lang erwarteten Ostflankenkrieg.
Russland wird uns ja bald überrennen
– also, was braucht man für einen Sieg?

Erst mal mehr Waffen, das ist selbstverständlich,
dazu die nötige Kriegstüchtigkeit.
Was das heißt, lässt sich präzise berechnen,
Nato-Strategen wissen bereits:

Täglich 5000 tote Soldaten
und wenn diese dann aufgebraucht sind,
folgen genauso viel‘ Reservisten –
das trifft dann oft sowohl Vater als Kind.

5000 tote Soldaten täglich
und so ein Krieg geht nicht schnell vorbei.
Denkt doch an eure Kinder und Männer!
Sind sie erst tot, kommt zu spät der Schrei!

Jeden Tag 5000 trauernde Mütter,
die dann auch noch ihre Männer verlier’n –
wäre allein diese Vorstellung nicht
Grund genug, Friedensgespräche zu führ’n?

Doch stattdessen wird weiter getrommelt,
Krieg soll wieder zum Alltag gehör’n.
Erst, wenn am Ende alles zerstört ist,
wird man sich reuig zum Frieden bekehr’n.

Aber das könnte womöglich zu spät sein.
Heute ist eine andere Zeit,
wo niemand weiß, ob nach einem neuen
Krieg noch irgendwer übrig bleibt.

Jeden Tag 5000 tote Soldaten
könnten der Anfang vom Ende sein.
Wollen wir’s wirklich drauf ankommen lassen?
Wenn es um Krieg geht, sagt endlich NEIN!

Brö 04/2025

Bildnachweis: Eigene Aufnahme des Autors am 05.04.2025. Farbliche Markierung Autor.

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